Therapie

Bobath-Konzept für Erwachsene

Das Bobath-Konzept ist eine spezielle Art der Krankengymnastik, von der Patienten mit neurologischen Erkrankungen profitieren. Diese Erkrankungen können Einfluss auf das Körperempfinden und die Aktivität der Patienten haben. Ist eine Körperhälfte von einer Lähmung betroffen, so vermeiden es die Patienten, diese Seite in ihren Alltag miteinzubeziehen.

Die „gesunde” Seite wird dabei oft überlastet. Ebenso kann das Gleichgewicht oder die Haltung des Körpers betroffen sein. Innerhalb der Bobath-Therapie lernen die Patienten, gelähmte Körperareale wieder zu beachten, sie in ihre Aktivitäten zu integrieren, ihre Muskulatur zu kräftigen und eine entsprechende Rumpfkontrolle zu erlangen. Schmerzen werden gelindert und spastische Muskulatur gelockert.

Ziel des Bobath-Konzeptes ist es, diese aufgetretenen Störungen zu beseitigen und gemeinsam mit dem Patienten alltagsbezogene Aktivitäten zu üben. Die Eigenaktivität des Patienten wird dabei maximal gefördert. Diese Therapie stützt sich auf die Umorganisationsfähigkeit des Gehirns. Gesunde Hirnareale übernehmen schließlich Aufgaben, die eigentlich geschädigten Arealen zugeordnet waren. Es bilden sich neue Gehirnverbindungen, die dem Patienten ermöglichen, alltägliche Aktivitäten neu zu erlernen.

Einsatzbereiche der KG nach Bobath:

  • Schlaganfall
  • Querschnittslähmung
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Parkinson
  • Schädelhirntrauma
  • Hirnblutung
  • weitere neurologische Erkrankungen

Bobath-Konzept für Kinder

„KG-ZNS-Kinder Bobath“ steht häufig auf Ihrem Rezept, wenn es um vermutete Entwicklungsverzögerungen oder -störungen bei Ihrem Baby oder Kind geht. Wir wollen hier die Zusammenhänge erklären.

„Mädchen oder Junge?“ Auf diese Frage ist wohl die beste Antwort: „Egal, Hauptsache gesund!“ Was, wenn ein Kind jedoch nicht gesund zur Welt kommt oder sich nicht so recht altersgerecht entwickelt?

Wissenschaftliche Studien zeigen uns, dass sich die Chancen auf eine optimale Entwicklung erheblich verbessern, wenn Ihr Kind schon in seinem Säuglingsalter durch gezielte Therapiemethoden unterstützt wird. In diesem Ansatz werden Sie als Eltern oder andere Bezugspersonen eng in das Therapiekonzept eingebunden.

Bobath-Konzept

Das Ehepaar Bertha und Dr. Karel Bobath entwickelte schon in den 40er Jahren das nach ihnen benannte Konzept der Bobath-Therapie zur ganzheitlichen Behandlung von Kindern und auch Erwachsenen. Insbesondere bei neurologischen Auffälligkeiten und Kindern mit Entwicklungsverzögerungen oder -störungen in Bewegung, Koordination und Wahrnehmung kommt das Bobath-Konzept zum Einsatz.

Eine wichtige Rolle in der Therapie spielt das sogenannte Handling, der Umgang mit dem Säugling oder Kind im Alltag wie zum Beispiel das Hochheben und Tragen, An- und Auskleiden, Füttern und förderndes Spielen, worin die Eltern ausführlich angeleitet werden.

In der Bobath-Therapie wird mit gesetzten Bewegungsanreizen das motorische Lernen u.a. auch spielerisch angeregt. Die Umgebung des Kindes wird angepasst, so dass es seine Bewegungsabläufe mit Hilfe des Therapeuten optimieren, also verbessern bzw. neu erlernen kann. Durch unterstützende Handgriffe wird das Kind in seiner Regulation und Kontrolle von Haltung und Bewegung gefördert.

Ziel der Bobath-Therapie ist es, die Ressourcen des Kindes zu entdecken und es in seinen Fähigkeiten soweit zu fördern, um eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erzielen.

CranioSacral-Therapie für Erwachsene und Kinder

Harmonie von Körper, Geist und Seele

Die CranioSacral-Therapie ist eine sanfte manuelle Therapieform zur Beurteilung und Behandlung des craniosacralen Systems. Dieses setzt sich zusammen aus dem Cranium (Schädelknochen), dem Gehirn, der Gehirnflüssigkeit, den Gehirn- und Rückenmarkshäuten und dem Sacrum (Kreuzbein).
 Mit Hilfe dieser Methode gehen wir in Kontakt mit Ihren Spannungsfeldern und geben einen Anstoß zur Eigenregulation. 
Ein Spannungsungleichgewicht oder eine Blockade innerhalb diese Systems kann zu einer Vielfalt an Symptomen führen. Die CranioSacral-Therapie unterstützt Ihren „Inneren Arzt“.

Wir setzen CST beispielsweise ein bei:

  • Verspannungen, Blockaden
  • Rücken- und Nackenbeschwerden
  • chronischen und akuten Schmerzen
  • Gelenkbeschwerden — auch Schultergelenk und Kreuz-Darmbeingelenk (ISG)
  • Kiefergelenkproblemen, Zähne-Knirschen
  • Beckenschiefstand
  • Geburtstraumata, Dysfunktionen im Säuglingsalter
  • Traumata von Gehirn und Rückenmark
  • Schlafstörungen, Stress, chronische Übermüdung
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Tinnitus
  • Rehabilitation nach Unfällen, Schleudertrauma
  • Menstruationsbeschwerden
  • Skoliose
  • Problemen mit dem Verdauungstrakt
  • Dysfunktionen des zentralen Nervensystems
  • Rezidivierenden Infekten

Faszienbehandlung

Elastische und gesunde Faszien sind wichtig für das Wohlbefinden unseres Körpers.

Faszien durchziehen unseren gesamten Körper von Kopf bis Fuß und ummanteln Gelenke und Muskeln. Verklebte Faszien können deren Funktion einschränken. Ein Muskel hat dabei weniger Raum, um sich zu entspannen, und einem Gelenk fehlt der nötige Platz für das Gelenkspiel.

In der Behandlung werden die oberflächlichen und die tiefer gelegenen Faszienstränge „belebt“, so dass Verklebungen und schmerzende Verhärtungen gelöst werden. Zusätzlich werden Schmerzpunkte gedrückt, die die Spannung der Muskeln und Faszien wieder normalisieren.

Kiefergelenkbehandlung bei CMD

Knackgeräusche im Kiefer oder gar Kieferschmerzen rühren häufig von Störungen im Kiefergelenk oder Fehlregulationen zwischen Muskel- und Kiefergelenkfunktion her. Bei Kiefergelenkschmerzen stellt der Zahnarzt häufig eine sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion (kurz: CMD) fest. Das typische Symptom dafür sind schmerzenden Kaumuskeln. Knackgeräusche des Kiefers entstehen zum Beispiel, weil die Knorpelscheiben zwischen dem Gelenkköpfchen und der Gelenkgrube verrutschen. Daneben gibt es andere Faktoren, die diese Funktionsstörungen begünstigen beziehungsweise verursachen.

Typische Symptome bei Kiefergelenkbeschwerden:

  • Mund/Kiefer lässt sich nur eingeschränkt öffnen
  • Kiefergelenke knacken und/oder reiben beim Öffnen und Schließen des Mundes/Kiefers
  • Kieferschmerzen strahlen in Gesicht, Kopf, Mund, Schulter, Nacken oder Rücken aus
  • Kieferschmerzen verursachen auch Kopfschmerzen oder schränken Bewegungsfreiheit des Kopfes ein
  • Hals-Wirbelsäulen-Beschwerden
  • Fehlfunktionen im Schulter- oder Nackenbereich
  • Zähne sitzen nicht mehr optimal aufeinander, in der Folge kann es zu Zahnproblemen kommen
  • Kieferschmerzen verursachen Ohrenschmerzen
  • Kieferschmerzen verursachen Schwindel, Tinnitus
  • Schlafstörungen

So wie Kieferprobleme Zahnprobleme verursachen können, ist es auch umgekehrt möglich: Eine falsch sitzende Prothese oder Zahnspange sowie eine zahnmedizinische Behandlung können die Kieferbeschwerden hervorrufen.

Die Wirkung der Physiotherapie bei Kiefergelenkbeschwerden: Für die erfolgreiche Therapie im Kiefergelenkbereich arbeiten wir selbstverständlich eng mit Ihrem/einem Zahnmediziner zusammen. Häufig wendet Ihr Therapeut spezielle Handgriffe der Manuellen Therapie und/oder CranioSacral-Therapie an, bewährt hat sich ebenfalls das Medical-Taping. Sie lindern zum Einen den Schmerz, zum Anderen bewirken sie eine Mobilisation, die gegen die gegebenenfalls bestehenden Bewegungseinschränkungen hilft. Zum Programm gehören außerdem bewährte physiotherapeutische Behandlungen, die vom Kauapparat  verursachte funktionale Störungen mindern oder gar ganz beseitigen.

Krankengymnastik/Physiotherapie

Alles Gute für Ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Für eine auf Sie abgestimmte Behandlung analysieren wir Ihr momentanes Bewegungsverhalten. Mit gezielten Mobilisations- und Weichteiltechniken, Kräftigungs- und Dehnungsübungen versuchen wir, Ihren Körper wieder in die Mitte zu bringen.

Das Spektrum der Physiotherapie erstreckt sich von der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände, akuter und chronischer Erkrankungen, über Bewegungs- und Wachstumsstörungen bis zu Funktionsstörungen innerer Organe. Ansatzpunkt der Physiotherapie ist das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten, wobei das Ziel Schmerzfreiheit des Patienten und das Lösen von nicht gesunden Bewegungsmustern ist. Bei irreversiblen Funktionsstörungen sollen Kompensationsmöglichkeiten geschaffen werden.

Manuelle Lymphdrainage

Energetische Versorgung bis in die kleinste Zelle

Bei dieser speziellen Massagetechnik werden Stauungen im Gewebesystem über das Lymph- und Venengefäßsystem in den Körperkreislauf abtransportiert. Diese sanfte Therapieform unterstützt den Lymphrückfluss. Ziel dieser Massage ist es, die Schwellungen und Verklebungen zu beseitigen, eine Entstauung der betroffenen Körperregion, Schmerzfreiheit und Neubildung von Lymphgefäßen an den Unterbrechungsstellen zu erreichen. So wird die körpereigene Pumpfunktion wieder trainiert. Zur Unterstützung und Vermeidung der Reödematisierung wird häufig nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen. Gute Erfolge erzielt zudem das Medical-Taping.

Wir setzen Manuelle Lymphdrainage beispielsweise ein:

  • nach Verletzungen oder Knochenbrüchen
  • nach Lymphknotenentfernung, Chemotherapie
  • bei Lymphgefäßerkrankungen
  • bei kurzfristigen Stauungsproblemen, zum Beispiel nach längeren Flügen
  • zum Stressabbau und zur Entspannung
  • bei Kopfschmerzen
  • nach Operationen
  • bei Ulcus cruris

Manuelle Therapie

Ganzheitliche Behandlung mit sanftem Griff

Die Manuelle Therapie (MT) leitet sich aus Manus (lat. Hand) ab. Sie behandelt als ganzheitliche Methode funktionelle Störungen des ganzen Körpers. Wir wenden spezielle Handgrifftechniken an, die im Rahmen des Befundes dazu dienen, Bewegungsstörungen im Bereich der Extremitätengelenke oder Wirbelsäule zu lokalisieren und beheben. Daneben dient eine Weichteilbehandlung mit verschiedenen Entspannungs- und Dehntechniken dazu, die gelenknahe Muskulatur dem neu gewonnenen Gelenkspiel anzupassen. Als eine der häufigsten Ursachen für Beschwerden des Bewegungsapparates gilt ein Ungleichgewicht zwischen der realen Belastung und der optimalen Belastbarkeit des Körpers. Ziel unserer Arbeit ist es deshalb, dieses auszugleichen und Schmerzen und (chronische) Beschwerden, die daraus resultieren, zu lindern beziehungsweise zu beseitigen. Die Manuelle Therapie ermöglicht eine gezielte, gelenkschonende, effektive und meist schmerzfreie Behandlung. Das gesamte Körpersystem erhält die Möglichkeit zur Selbstregulation.

Wir wenden die Manuelle Therapie an bei

  • Gelenkfunktionsstörungen (sog. Blockierung, Hypomobilität, Hypermobilität)
  • Bewegungsstörungen der Wirbelsäule (Funktionsstörungen durch Muskelverkürzungen, Sehnenverkürzungen, Muskelinsuffizienz, -dysbalance, -verkürzung)
  • Schmerzen
  • Neural (nervlich) bedingter Muskelschwäche bei peripheren Nervenkompressionen

Massage

Sich rundum wie neu geboren fühlen

Wir bieten in unserer Praxis alle Formen der Massage an — auch in Verbindung mit Wärme-/Kälte-Anwendungen — sowohl auf Rezept als auch als Selbstzahler-Leistung.

Verschenken Sie doch mal einen Gutschein oder gönnen sich selbst eine Wohlfühlmassage!

Medical Taping

In unserer Praxis behandeln wir Sie auf Wunsch mit Medical-Tapes: Die bunten, atmungsaktiven und hochelastischen Klebestreifen sollen dafür sorgen, Ihre Schmerzen und Beschwerden zu lindern beziehungsweise zu beheben und Ihnen somit wieder mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen.

Taping ist Ihnen vielleicht aus dem Sport bekannt. Seit geraumer Zeit sieht man immer mehr Sportler, die bunte Klebestreifen auf ihren Körpern tragen. Sie sind atmungsaktiv, also luft- und wasserdurchlässig, hochelastisch und farbig und beeinflussen den Heilungsprozess bei Sportverletzungen positiv. Taping wird aber auch in anderen Therapien eingesetzt, beispielsweise in der Nachsorge von Brustkrebs oder als Lymphtaping in Kombination mit Manueller Lymphdrainage oder der Manuellen Therapie. Wegen der hohen Elastizität wirkt ein Tape, indem es bei Bewegungen die Haut leicht verschiebt oder zieht.

Wir setzen Medical-Tapes beispielsweise ein bei

  • Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen der Muskeln
  • Störungen des Lymphabflusses
  • Sportverletzungen, die mit Ödemen, Hämatomen und Zerrungen einhergehen
  • gereizte Sehnen
  • Durchblutungsstörungen
  • Gelenke, die stabilisiert werden sollen
  • Bewegungsabläufe, die korrigiert werden sollen
  • Haltungen, die korrigiert werden sollen
  • Lindern von Kopfschmerzen
  • Korrektur von Kiefergelenkbeschwerden/CMD